Baboons Enduro-Training GmbH

Grunederpreis_2010

Die Baboons-Geschäftsführer Ulrich Hanus (l.) und Hubert Stanka. (Foto: Fuchs)

Unter Motorradfahrern, die mit Geländemaschinen gern die Pfade abseits befestigter Straßen erkunden, ist die Baboons Enduro-Training GmbH in Weißenburg längst kein Geheimtipp mehr. Die beiden Gründer Ulrich Hanus und Hubert Stanka sind Mitte der 90er Jahre die Motorradrallye „Roof of Africa“ gefahren. Um das nötige Kleingeld für den Abenteuer-Trip zu verdienen, veranstalteten sie kurzerhand zwei Enduro-Trainings auf einem Verkehrsübungsplatz, die schnell ausgebucht waren. Damit war die Geschäftsidee geboren. Pate für den Firmennamen stand ein steiler Geröll-Pass dieser legendären Rallye, der nach den dort lebenden Pavianen „Baboons“-Pass heißt.

Zunächst bauten Hanus und Stanka das Geschäft nebenberuflich auf, 2001 wurde Baboons dann offiziell gegründet. Heuer veranstalten die Motorrad-Enthusiasten bereits rund 20 Off-road-Lehrgänge, die auch mit Unterstützung von namhaften Motorradmarken, Reifenherstellern sowie Zubehörspezialisten organisiert werden. Rund 800 Teilnehmer, die zu einem beträchtlichen Teil über das Internet auf Baboons aufmerksam werden, absolvieren jährlich eines der Sicherheitstrainings, die auf dem Gelände eines Motorsportclubs nahe Treuchtlingen abgehalten werden. Ein weiteres Standbein sind Incentive-Veranstaltungen für Unternehmen, die dazu Geschäftspartner oder Mitarbeiter einladen. Außerdem organisiert das Unternehmen Motorradreisen in alle Welt und ein 24-Stunden-Offroad-Rennen – das einzige seiner Art in Deutschland und das bereits Kultstatus habe, so die beiden Unternehmer. Unter dem Titel „Cross-Country“ hat Baboons außerdem eine neue Sportart etabliert und damit eine eigene Offroad-Rennserie in Deutschland, Österreich, Italien und Tschechien aufgelegt. Die nach eigenen Angaben „mit Abstand größte Motorrad-Offroad-Rennserie Europas“ umfasst 24 Rennen, bis zu 700 Fahrer machen pro Veranstaltung mit.

Im letzten Geschäftsjahr setzte Baboons 580 000 Euro um, für 2006 werden zehn Prozent mehr angepeilt. Geld, das in den weiteren Ausbau fließt, um das Team von sechs Vollzeitkräften und ebenso vielen freiberuflichen Trainern zu erweitern. Außerdem sind Hanus und Stanka auf der Suche nach einem größeren Trainingsgelände: Auf 20 bis 30 Hektar soll in Kooperation mit Fahrzeugherstellern ein Fahrsicherheitszentrum mit Offroad-Parcours entstehen. Zur Auswahl stehen derzeit u.a. Standorte in Ostdeutschland und Tschechien, am liebsten würde Baboons allerdings in der Region bleiben.

www.baboons.de