VIA optronics GmbH

Grunederpreis_2010

Jürgen Eichner, Geschäftsführer der VIA optronics, Schwarzenbruck. (Foto: Fuchs)

Bildschirme, die auch bei Sonneneinstrahlung gut ablesbar sind, entwickelt die VIA optronics GmbH in Schwarzenbruck, die von Jürgen Eichner gegründet wurde. Zu den Kunden zählen vor allem Hersteller von Mess- und Prüfgeräten, Fertigungssteuerungen, Baufahrzeugen oder von Geld- und Ticketautomaten. Weitere Anwendungsmöglichkeiten sieht Eichner zum Beispiel in Flugzeugen, Helikoptern oder in Operationssälen und überall, wo der Lichteinfall besonders im Außenbereich nicht steuerbar ist.

Als Vertriebsleiter für einen amerikanischen Display-Hersteller war er von seinen Kunden mit diesem Problem häufig konfrontiert worden. Deshalb machte sich der Ingenieur für Nachrichtentechnik gemeinsam mit einem Partner daran, Displays lichtstärker zu machen. Das Team fand im Herbst 2005 einen Weg, die Veredelung der Bildschirme technologisch zu realisieren, und machte sich mit der Idee selbstständig – zunächst als Einzelunternehmen und seit Mai 2006 als GmbH. Seitdem betreibt Eichner von Schwarzenbruck aus einen Handel mit Displays und einen Fertigungsbetrieb in Hermsdorf (Thüringen), in dem zwölf Mitarbeiter Bildschirme von 1,5 bis 57 Zoll veredeln.

In einem von dem Unternehmen entwickelten Verfahren optimieren sie die Lichtwege sowie Lichtquellen und Lichtaufbereitung. Außerdem bündeln sie das Licht durch eingelegte Filme und entspiegeln die Oberfläche des Glases. Das Ergebnis sind Displays, die sich durch hohe Tageslichttauglichkeit, Kontrastfähigkeit und Stabilität auszeichnen. Auch Feuchtigkeit, Hitze oder Staub beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit der LC-Flachdisplays nicht. Via optronics bietet nicht allein das LCD an, sondern fertigt komplette Gehäusefronten in denen LCD, Touch Screen, Inverter und Folientastaturen integriert sind. 2 000 Monitore pro Monat kann die Niederlassung derzeit fertigen, schon 2008 will Via optronics den Ausstoß verdoppeln.

Angst von Nachahmern hat Eichner nicht, seinen Technologievorsprung schätzt er auf gut zwei Jahre. Damit das so bleibt, sind drei der insgesamt 19 Mitarbeiter in der Entwicklungsabteilung beschäftigt. Außerdem will er neue Märkte erschließen: Während derzeit der Export ins europäische Ausland etwa zehn Prozent zum Geschäft beiträgt, soll die Quote künftig deutlich gesteigert und auch in die USA und nach Asien exportiert werden.

www.via-optronics.com