Gasthaus Fischküche Reck, Möhrendorf

Doris Reck-Hartmann und ihre Mutter Irmgard Reck. (Foto: Kurt Fuchs/IHK)

Preisträgerin: Doris Reck-Hartmann

Doris Reck-Hartmann (hier mit ihren beiden Kindern) hat ein Spielezimmer für die kleinen Gäste eingerichtet. (Foto: Kurt Fuchs/IHK)

Tradition und Moderne in der Gastronomie verbinden: Dies ist Doris Reck-Hartmann nach dem Urteil der Gründerpreis-Jury auf vorbildliche Weise geglückt. Im Jahr 2012 hat die gelernte Köchin und Hotelfachfrau das Gasthaus in Möhrendorf von ihrer Mutter übernommen und verkörpert damit die achte Generation. Seit 180 Jahren betreibt die Familie in dem Anwesen, das im Jahr 1796 erbaut wurde, eine Gastwirtschaft, die heute über 150 Plätze im Haus und weitere 120 im Biergarten verfügt.

Die Inhaberin, die ihr Handwerk bei einem Sternekoch gelernt und zehn Jahre Erfahrung in der internationalen Gastronomie gesammelt hat, beschreibt die kulinarische Ausrichtung als „Fränkisches Soulfood“ – fränkische Küche mit frischen Zutaten aus der Region, die modern interpretiert wird. Die erweiterte und täglich wechselnde Speisekarte bietet stets auch mehrere vegetarische Gerichte. Je nach Saison werden besondere Akzente gesetzt – im Frühjahr auf Spargel, im Herbst auf Karpfen und dazwischen auf Matjes als besondere Spezialität.

Traditions-Gastronomie und Hightech-Kommunikation: Online-Reservierung und ein Funkboniersystem mit Hand-Computern sorgen für effiziente Abläufe und schnelle Bedienung. (Foto: Kurt Fuchs/IHK)

Nach der Übernahme machte sich die 38-Jährige daran, die Abläufe zu optimieren und so die Geschwindigkeit bei der Bewirtung der Gäste zu erhöhen. Das gelingt auch mit moderner Technik: Die Kellner wurden mit einem Funkboniersystem ausgestattet und übermitteln die Bestellungen von den Tischen direkt in die Küche oder an den Tresen. Auf diese Weise wird nicht nur die Kommunikation beschleunigt, sondern die Bedienungen ersparen sich viele Wege und können sich deshalb intensiver um die Gäste kümmern – was sich auch im Umsatz niederschlägt.

Investiert wurde auch in eine neue, elektronisch gesteuerte Schankanlage sowie in ein Reservierungssystem, bei dem sich die Gäste online eintragen oder telefonisch bestellen können. Die sechsstelligen Investitionen haben sich gerechnet, so Doris Reck-Hartmann: „Wir haben heute 120 bis 600 Gäste am Tag, doppelt so viele als früher.“

Acht fest angestellte Mitarbeiter sowie bis zu 30 Aushilfen unterstützen die Chefin, die immer noch selbst am Herd steht und großen Wert auf verantwortliches Handeln legt: So kommt die Wärme für die Gaststube aus einer Biogas-Anlage und die Lebensmittel werden so verarbeitet, dass kaum Abfälle anfallen. Bei ihren Mitarbeitern achtet das Mitglied der Initiative „Green Chefs“, die sich für Fairness und Verantwortung in der Gastronomie einsetzt, auf gute Bezahlung und faire Schichten, die sich die Mitarbeiter per App selbst einteilen können.

www.fischkueche-reck.de