Regonova GmbH, Neustadt a.d. Aisch

Die Gründer und Geschäftsführer Werner Weinmann (l.) und Andreas Gundermann. (Foto: Kurt Fuchs/IHK)

Preisträger: Werner Weinmann und Andreas Gundermann

Mit einem Leasing-Konzept für Dienstfahrräder überzeugten Werner Weinmann und Andreas Gundermann aus Neustadt a. d. Aisch die Jury des IHK-Gründerpreises. Den Anstoß für die Gründung der Regonova GmbH gab ein Gespräch mit einem befreundeten Fahrradhändler, der sie 2012 darauf hinweis, dass das Dienstwagenprivileg nun auch für Fahrräder und E-Bikes gilt. Arbeitgeber können ihren Mitarbeitern jetzt Räder zur Verfügung stellen, die diese auch privat nutzen dürfen. Der Beschäftigte muss dafür – wie bei einem Dienstwagen – monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern.

Andreas Gundermann (l.) und Werner Weinmann bauen ihre Homepage www.businessbike.de zu einem Portal aus, über das die Kunden und Partner künftig alle Vorgänge digital abwickeln können. (Foto: Kurt Fuchs/IHK)

Mit ihrem Geschäftsbereich Businessbike haben die beiden gelernten Bankkaufleute ein Konzept entwickelt, bei dem Arbeitgeber für ihre Mitarbeiter Fahrräder leasen und sie diesen zur Nutzung überlassen. Der Arbeitnehmer schließt einen Überlassungsvertrag mit seinem Arbeitgeber ab und übernimmt durch eine Gehaltsumwandlung die Leasing-Rate, wodurch er Sozialabgaben und Steuern spart. Das gewünschte Rad kann er frei bei einem der 2.500 Partnerhändler bestellen, mit denen Businessbike zusammenarbeitet. Weitere Kooperationspartner sind eine Leasing-Gesellschaft in Hamburg und eine niederländische Fahrradversicherung.

Der Arbeitgeber schließt den Leasing-Vertrag mit der Leasing-Gesellschaft sowie einen Dienstleistungsvertrag mit Regonova ab. Zum Dienstleistungspaket gehört u. a. ein Schutzbrief, der Diebstahl und Beschädigung abdeckt und über den Reparaturen ohne Selbstbeteiligung und Bagatellgrenze übernommen werden. Ebenfalls in die Leasing-Rate eingeschlossen sind jährliche Sicherheitschecks der Räder, die für den Arbeitgeber dokumentiert werden. Über 5.000 Unternehmen seien bereits in der Kundendatei, täglich würden 25 bis 30 Rahmenverträge mit Unternehmen abgeschlossen.

Weil nach Marktstudien hochpreisige Fahrräder zunehmend geleast werden, sehen die beiden Gründer optimistisch in die Zukunft. Bereits das laufende Geschäftsjahr wollen sie mit einem siebenstelligen Gewinn abschließen und im nächsten Jahr über 100 000 betreute Verträge im Bestand haben. Heute beschäftigen Weinmann und Gundermann, die ihre Geschäftsidee aus eigenen Mitteln und ohne Fremdkapital finanziert haben, bereits 50 Mitarbeiter und zwei kaufmännische Azubis.

Ein eigener Außendienst bearbeitet die Regionen Hamburg, Bielefeld, Köln und Stuttgart. Obwohl es in Deutschland etwa 20 Mitbewerber gibt, zählt Businessbike nach eigenen Angaben zu den marktführenden Unternehmen. Die Website www.businessbike.de, die 2016 bereits mit dem „Mittelfränkischen Website Award“ ausgezeichnet wurde, wird zum Portal ausgebaut, über das Arbeitgeber, Händler und Kunden in Zukunft alle Vorgänge komplett digital abwickeln können.

> www.businessbike.de