IHK-Gründerpreis 2026 – Nerdware GmbH, Nürnberg

Geschäftsführende Gesellschafter: Peter Wunderlich und Maximilian Kostial

So klappt die Digitalisierung: Das junge Nürnberger Unternehmen begleitet vom Konzept bis zur fertigen digitalen Lösung.

Die Nürnberger Nerdware GmbH versteht sich als Software- und KI-Studio und begleitet die Kundenunternehmen bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse – von der ersten Idee bis zur fertigen digitalen Lösung. Software alleine reiche nicht mehr, KI alleine auch nicht, erklären die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Peter Wunderlich und Maximilian Kostial. Moderne Produkte entstünden dort, wo robuste Software-Architektur und intelligente KI-Funktionalität zusammenspielen.

Die Nerdware Geschäftsführer Maximilian Kostial und Peter Wunderlich (v. l.m Foto: IHK / Vanessa Mund).

Die Nerdware Geschäftsführer Maximilian Kostial und Peter Wunderlich (v. l., Foto: IHK / Vanessa Mund).

Geschäftsführer Maximilian Kostial (hinten l.) mit Software-Entwickler Peter Oehmichen (vorne l.) und Sandra Lindner (Finance). Aktuell arbeiten 55 Beschäftigte bei dem Nürnberger Unternehmen. (Foto: IHK / Vanessa Mund).

Geschäftsführer Maximilian Kostial (hinten l.) mit Software-Entwickler Peter Oehmichen (vorne l.) und Sandra Lindner (Finance). Aktuell arbeiten 55 Beschäftigte bei dem Nürnberger Unternehmen. (Foto: IHK / Vanessa Mund).

Die beiden Wirtschaftsinformatiker kennen sich schon von der gemeinsamen Zeit an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Sie waren vor der Gründung als Freiberufler und Berater tätig und haben schon damals Kunden bei der Digitalisierung und bei Cloud-Lösungen unterstützt. „Wir haben dabei vieles gesehen, was in Unternehmen nicht funktioniert und wollten deshalb helfen, die Strukturen zu verbessern und AI-Themen erfolgreich voranzutreiben“, so die beiden Gründer zu ihrer Motivation, ein eigenes Unternehmen aufzubauen.

Ihre Kunden kommen aus nahezu allen Branchen – vom Energiesektor über Automotive, Maschinenbau bis zur Medizintechnik, vom Start-up bis zum Großkonzern. Entsprechend breit gefächert sind die Projekte, die Nerdware bearbeitet und die von Prozessautomatisierung über Personalmanagement und Einkauf bis zu Kraftwerksplanung oder Cloud-Technologien reichen.

Gegründet haben Wunderlich und Kostial ihr Unternehmen im Mai 2021, wobei ihre Ehefrauen den Firmennamen bestimmten: „Sie sagten, ihr seid Nerds und macht Software – also nennt Euch doch Nerdware.“ Die Gründung haben die beiden komplett ohne fremdes Kapital gestemmt und so wollen auch in Zukunft ohne Fremdfinanzierung auskommen. Dafür spreche auch, dass Nerdware von Anfang Gewinn erwirtschaftet habe – bei einem Umsatz von aktuell etwa fünf Mio. Euro. Ein Übernahmeangebot durch Investoren haben die Inhaber nach eigener Aussage auch schon abgelehnt. Heute zählt nerdware rund 55 Angestellte in ganz Deutschland, die meisten von ihnen am Firmensitz in Nürnberg und in der Niederlassung in Berlin. Ziel ist es, bis 2027 etwa 80 bis 120 als Mitarbeiter zu beschäftigen.

Die Kunden kommen derzeit überwiegend aus Deutschland, doch in Zukunft will sich Nerdware internationaler aufstellen, u.a. in USA, Großbritannien oder Frankreich. „Wir erwarten nicht, dass uns die Arbeit als AI-Studio in den nächsten Jahren ausgehen wird, da es durch das Thema AI-Coding mittlerweile jedem möglich ist, eine Applikation zu coden und so Qualität, Sicherheit und gewisse Standards durch mangelndes Know-how stark abnehmen. Die Lücke werden wir durch unsere Erfahrung und Wissen schließen“, sagt Geschäftsführer Maximilian Kostial. Außerdem hat das Unternehmen ein eigenes CRM sowie einen AI-Kompass entwickelt, mit dem Unternehmen feststellen können, wie weit sie bei der Implementierung von AI schon sind. (leo.)

Blick in die Programmier-Fabrik: Nerdware versteht sich als Software- und KI-Studio und begleitet die Kundenunternehmen bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. (Foto: IHK / Vanessa Mund).

Blick in die Programmier-Fabrik: Nerdware versteht sich als Software- und KI-Studio und begleitet die Kundenunternehmen bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. (Foto: IHK / Vanessa Mund).